Landschaftsfotografie – Künstliche Paradiese

Ein Ausstellungsprojekt von Studenten der Leuphana Universität Lüneburg unter der Leitung der Dozentin und Fotokünstlerin Birgit Dunkel
Es wird ein studentisches Ausstellungsprojekt gezeigt, das sich theoretisch dem Thema LANDSCHAFT mit künstlerischen, ökologischen und politischen Überlegungen, sowie praktisch mit fotografischen und digitalen Mitteln nähert.

LANDSCHAFT als ein ästhetischer, ökologischer und politischer Topos. Mit diesen verschiedenen Aspekten des Themas LANDSCHAFT haben sich Studenten verschiedener Fachrichtungen des Komplentärstudiums der Leuphana-Universität Lüneburg im Seminar: Landschaftsfotografie – Künstliche Paradiese (Jahrgänge 2010 – 2012) beschäftigt. Mit Hilfe von zeitgenössischer Fotokunst und deren Möglichkeiten der digitalen Montage, entwarfen sie kritische und phantasievolle Visionen der Zukunft von LANDSCHAFT in Zeiten ihrer akuten Bedrohung durch Umweltverschmutzung und Klimakatastrophen. In den ausgewählten Bildern finden sich also Bildthemen wie: Umweltverschmutzung, Stadt-Landüberwucherung, Restnatur in der Stadt, Märchenlandschaften, künstliche Welten, Weltuntergangsvisionen, Nuklearer Winter und subjektive Paradiesvorstellungen. Diese Bildthemen filterten die Studierenden des Praxis-Seminars "Ausstellungsprojekt: Landschaftsfotografie – Künstliche Paradiese" im Sommersemester 2013, heraus, und stellten die vorliegende Ausstellung zusammen. Das Ausstellungsprojekt kann auch als Anregung zur kritischen Auseinandersetzung mit der diesjährigen Internationalen Gartenschau (IGS 2013) in Wilhelmsburg angesehen werden.

Termine:
1. Station FRAPPANT GALERIE Hamburg | www.frappant.org Eröffnung: 18. Juli 2013, 19 Uhr mit Eröffnungsreden, Videoscreening, Bilderschau, Musik und Getränken

FRAPPANT GALERIE | Viktoria Kaserne | Eingang Bodenstedtstr. über Innenhof |22765 Hamburg Ausstellung vom 19. Juli – 28. Juli 2013 | Öffnungszeiten: täglich 15 – 19 Uhr

2. Station MONDBASIS Lüneburg Eröffnung: 10. August 2013 , 19 Uhr mit Eröffnungsreden, Videoscreening, Bilderschau, Musik und Getränken

MONDBASIS | Lünertorstr. 20 | 21335 Lüneburg | www.mondbasis.co Ausstellung vom 11. August – 5. September 2013 Öffnungszeiten: Di 14 – 20 / Do 14 – 22 / Fr 14 – 00 / Sa 11 – 00 / So 13 – 20 Uhr
Eintritt frei | zur Ausstellung erscheint ein Flyer

Kontakt: ausstellung.leuphana@gmail.com / dunkel@leuphana.de

Studierende des Seminars "Ausstellungsprojekt: Landschaftsfotografie – Künstliche Paradiese" Dozentin: Birgit Dunkel | "Perspektive Projekte und Praxis" im Komplementärstudium der Leuphana Universität Lüneburg | Scharnhorststr. 1 | 21335 Lüneburg

"Landschaftsfotografie – Künstliche Paradiese" – das Seminar
Das Bild der Landschaft in der Kunstgeschichte ist ein gesellschaftspolitischer Meilenstein. Es ist eine Form der Aneignung. Vom bloßen Symbolgehalt und Dekor in frühen religiösen Darstellungen wurde es ein selbständiges Sujet, das zur Identifikation und zum Nationalgefühl beitrug (15./16.Jahrhundert, Dtschl.: K. Witz, A. Altdorfer, A. Dürer; 17.Jahrhundert: Niederlande, das Goldene Zeitalter der Malerei: Ruisdael, van Goyen, de Momper). In der "Arkadischen Landschaftsmalerei" entfaltete sich schließlich die visionäre Kraft "idealer Landschaften" (Lorrain, Poussin, von Hackert), in denen Mensch, Tier und Architektur eine harmonische Einheit bilden. Unter Fortbestand des Genre "Landschaftsmalerei" (Impressionismus, Expressionismus, zeitgenössische Malerei), entwickelte das neue Medium der Fotografie seine eigene Bildsprache zum Thema (Die Großformat-Fotografie von Ansel Adams zeigt den Zauber des Amerikanischen Westens in feinen schwarz/weiß und Grautönen).
Die zeitgenössische Fotokunst mit ihren Möglichkeiten der digitalen Montage greift zurück auf diese kunsthistorischen Topoi (Andreas Gursky, Beate Gütschow), und entwirft kritische Visionen von der Zukunft der Landschaft in Zeiten der akuten Bedrohung von Natur durch Umweltverschmutzung und Klimakatastrophen (Ilka Halso: das Naturmuseum).
Die Studenten des Seminars: Landschaftsfotografie – Künstliche Paradiese (Jahrgänge 2010 – 2012) haben sich bei der Bildfindung mit den ökologischen und politischen Implikationen des Themas in Form von digitalen Fotomontagen auseinandergesetzt.
In den ausgewählten Bildern finden sich Bildthemen wie: Umweltverschmutzung, Stadt-Landüberwucherung, Restnatur in der Stadt, Märchenlandschaften, künstliche Welten, Weltuntergang, Nuklearer Winter und subjektive Paradiesvorstellungen, die im Sommersemester 2013 von Studierenden des Seminars "Ausstellungsprojekt: Landschaftsfotografie – Künstliche Paradiese" in der Perspektive Projekte und Praxis im Komplementärstudium zusammengestellt werden.

Ausstellende Studenten (Künstler) Jahrgänge SS/2010 – SS/2012
Vesna Bartolec, Leon Mybes, Lea Bulling, Lea Böttcher, Roman Trapp, Lisa Graf, Lisanne Görlitz, Jan Peipe, Florian Hoop, Jörg Rettschlag, Isabelle Ebermann, Inga Herbst, Waldemar Schiffner

Ausstellungsprojekt "Landschaftsfotografie – Künstliche Paradiese", SS/2013
Konzept: Nelly Janotka, Stina Lohmüller, Maike Wagner, Leander Weier
Datenaufbereitung: Lotta Rathjens, Mads Fechtner, Kijan Samimpour
Ausstellungsorganisation: Lisa Spelge , Paul Heinrichs, Leander Weier, Sabrina Schmalz, Julian Ahlers
Flyer: Paula Wiese, Julia Knorr, Julia Scharfenberg, Antonia Hehemann
Finanzen: Ann-Cathrin Greuel, Suheila Rahimi, Gesa Dietrichs, Nena Popat
Pressearbeit: Melanie Alessa, Zara Demissie, Jacqueline, Lucy Torres

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